… muss eine Brücke zwischen Tradition und Moderne finden!
Schon sehr früh bestand hier eine Brücke über die einst so unbändige Schlücht, an der Grenze zwischen dem östlich gelegenen Reichsgebiet und dem westlich sich anschließenden Hauensteinerland, das damals zu Vorderösterreich zählte.
Zahlreiche Urkunden und Dokumente belegen die Entwicklung des "Bad Brugghaus" im Laufe der Zeit. Wahrscheinlich wurde erstmals an dieser Stelle kurz vor 1700 ein Gebäude errichtet. Damals für den Schmied Hans Vogelbacher, der vom Abt Romanus in St. Blasien als Zollerheber eingesetzt wurde.
Ihm war es auch erlaubt, Getränke auszuschenken. Doch diese Erlaubnis musste auch von seinen Nachfolgern immer wieder hart erkämpft werden.
Richtig urkundlich wurde die Einrichtung einer "Zapfenwirtschaft" um 1800 festgehalten.
Ein Badebetrieb entstand, jedoch blieb dem damaligen Besitzer Vonderach der Beherbergungsbetrieb verwehrt. Endlich, 1875, wurde die Erlaubnis für die ersten 15 Betten erteilt. Das romantische Schlüchttal war durch Straßenbau erschlossen worden und zog immer mehr Touristen an.
um 1900: Um die Jahrhundertwende bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges erlebte das Bad Bruckhaus eine Blütezeit. Eine gedeckte Holzbrücke führte damals über die Schlücht. Bade- und Gartenanlagen verhießen Wohlstand und Ruhm. Engländer waren gern gesehene Gäste sowie mancher Adelige von Rang und Namen mit Gefolge, wie noch heute in den wenigen verbliebenen Gästebüchern aus dieser Zeit nachzulesen ist.
um 1930: In den darauffolgenden Jahren wurde der Badebetrieb eingestellt, die Nachfrage war schlecht und schließlich musste der Betrieb Konkurs anmelden. 1929 kauften Johann und Wilhemine Kappel das Bad Bruckhaus. Der Stollenbau des Schluchseewerkes brachte zahlende Gäste und neuen Aufschwung.
In den 1950erJahren: Aus der Gefangenschaft zurückgekehrt übernahm der Sohn Hans Kappel die Geschäfte und erweiterte und modernisierte die Räumlichkeiten. Der Tanzsaal musste weichen, die legendäre "Blaue Grotte" entstand.
Nicht so wie heute mit Jeans und Turnschuhen – wer als Mann nicht im Anzug und als Frau nicht im Kleid erschien musste leider draußen bleiben... Noch heute treffen wir Leute, deren Eltern sich einst beim Schwofen in der "Blauen Grotte" kennen und lieben gelernt haben.
um 1965: Der Fortschritt brachte sie uns: farbige Postkarten. Die Sonnenterrasse auf dem Bild musste 1970 einem Neubau weichen. Neue Gästezimmer und ein gemütlicher Frühstücksraum entstanden.
Mitte der 1980er: Das Lokal war schon länger umgebaut. Bänke anstelle der alten Einzelstühle sorgten für mehr Sitzplätze und Gemütlichkeit. Inzwischen war auch die Renovierung des Nebenzimmers abgeschlossen. Das große Fenster wurde durch mehrere kleine ersetzt.
Die 1990er: Das Dach wurde neu gedeckt, die Fassade komplett saniert, Hotelzimmer renoviert und weiter ausgebaut. Die Blaue Grotte musste einer moderneren Einrichtung weichen.
Heute: Ein weiterer Ausbau von Zimmern erfolgte, spezielle Nichtraucherzimmer kamen 2004 hinzu. Das Restaurant wurde komplett renoviert und neu gestaltet.
Überhaupt wurde alles großzügiger und komfortabler, aber das Motto ist geblieben:
Das Haus, das bestrebt ist, alle Wünsche der Gäste zu erfüllen!
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